
Spannend.
Rasend durchgelesen.
Interessant.
Und theatralisch-nerviges Ende.
Zum ersten Mal in einem Buch habe ich entdeckt, dass der Autor die Luege so benutzt, dass er den Lesenden bewusst verwirrt. Das in Buechern gelogen wird, ist ja nicht neu. Doch dass dem Leser Dinge erzaehlt werden - keiner Figur im Roman -, die definitiv falsch sind, dass ist mir so noch nie bewusst geworden.
Ich rede da von der Geschichte, die uns der Taeter auftischt, damit sein Motiv verborgen bleibt. Naja, ich will nicht zu viel verraten. Denn spannend bleibt es nur, wenn man nicht weiss, was das Motiv bzw. wer der Taeter ist.
Die Begeisterung des Autoren am Ende fuer die Eleganz der zusammenpassenden Elemente in Washington D.C. kann ich ja vielleicht noch teilen. Doch seinen Exkurs in die religiose Anbetung der Bibel empfinde ich als unnoetige Missionarisierung. Er wirkt ausserdem so drangehangen, dass ich das Gefuehl nicht loswerde, er musste noch ein paar Seiten schreiben, um die Auflagen des Verlages zu erfuellen.