Sonntag, 20. September 2009

Unerwartet schöne Tage . Katherine Noel

Foto des Tages: "Unerwartet schoene Tage ..." by Jana Blavius

Dieses Buch hat mir meine Schwester empfohlen. Genauso wie sie lese auch ich gern Buecher, die einen autobiografischen Hintergrund haben. Wobei ich nicht unbedingt Buecher meine, wo es um eine beruehmte Persoenlichkeit geht, sondern eher Romane, die von Jemanden erzaehlen, dessen Geschichte tausendfach auf der Welt vorkommt. Nur dass es gilt, eine schwierige Krankheit, Behinderung oder Situation zu meistern, wie sie viele kennen.

So ist es auch in diesen Buch. Agnie ist ploetzlich nicht mehr normal, aber sie und ihre Familie wollen dem gesellschaftlichem Idealbild von Normalitaet entsprechen. Wie geht das, wenn es ein manisch-depressives Familienmitglied zu akzeptieren gilt? Wenn man selbst akzeptieren muss, krank zu sein. ...

Das Buch gewaehrt einen hervorragenden Blick in eine Welt von Ueberforderung, Ueberbehuetung und dem unendlichem Wunsch nach Harmonie.
An manchen Stellen wuenschte ich mir ein detailierteres Beschreiben der Krankheitssituation. Aber das ist wahrscheinlich genau, was wir nicht koennen: in den Kopf eines Anderen hineinschauen, und die Wildheit der Gedanken und Emotionen wahrnehmen.

Zitat von Sibylle Prins zum Buch:
"Eine Familiengeschichte rundum eine psychische Erkrankung, die ohne Schuldzuweisungen in die eine oder andere Richtung auskommt. Einfach etwas, was passiert,und das Leben aller Beteiligten in eine andere Richtung lenkt, sie zur Auseinandersetzung zwingt."
Quelle: http://www.sibylle-prins.de/rezensionen/katharine_noel.html'

Links zum Thema:
- Buch bei Amazon.de

Oda . Ketil Bjørnstad

Oda . Ketil BjørnstadFoto des Tages: "Lese-Ecke am Fenster ..." by Jana Blavius

Das ist wirklich ein interessantes Buch. Nur zu empfehlen!

Der Autor bringt uns das Leben der Malerin Oda im Kreis der aus den buergerlichen Kreisen ausbrechenden Boheme in Norgwegen um das Ende des 19. Jahrhunderts nahe. Dabei stuetzt er sich auf authentische Quellen wie die Originalbriefe und Veroeffentlichungen verschiedeneer Kuenstler und Schrifftsteller der damaligen Zeit.

Hin und Her gerissen zwischen Selbstverwirklichungsversuchen und dem Wunsch nach Geborgenheit in der Familie geht Oda ihren eigenen Weg der Emanzipation. Hervorragend wird ihr Drang nach Selbstbestimmung beschrieben. Einfuehlsam kommen ihre zwiespaeltigen Gefuehlesstimmungen zum Ausdruck. Bewundernswert wird ihr Leben mit all ihren Konflikten und dem Versuch der freien Liebe umschrieben. Ohne Schonung wird ein einfuehlsames Portrait der Zeit damals in ihrer gesamten Tragweite festgehalten, so dass ich teilweise aufpassen muss, nicht frustriert - traurig - wuetend zu werden.
Und ? Ist das heute so anders?

Links zum Thema:
- Buchbesprechung von Dieter Wunderlich
- Buchbesprechung auf der Website sandammeer.at
- Oda bei Wikipedia
- Buch bei Amazon.de

So many time did fly ...

Foto: "Der Herbst laesst sich nicht mehr aufhalten" by Jana Blavius, Aus meinem Tagebuch.
Nun sind bereits drei Monate vergangen seit ich das letzte Mal ueber ein Buch geschrieben habe, das ich las. Dabei liegen mittlerweile vier und drei halbe Buecher auf meinem 'Gelesen-Regal'.
Ich freue mich immer, wenn ich mal Zeit habe, ein wenig zu lesen. Doch in letzter Zeit fehlt mir einfach die Energie, auch noch darueber zu schreiben. Entweder bin ich beschaeftigt oder zu kaputt nach all der Arbeit und dem Umgebaue in unserem Haus.

Ja und nun bereite ich mich auf eine Woche 'Halb'-Urlaub vor. Dirk wird eine Woche geschaeftlich nach Japan fliegen und da nutze ich die Gelegenheit auch mal wieder allein zu verreisen. Ich werde meine Schwester am Bodensee besuchen. Wir freuen uns schon auf die Tage am Wasser, auf dem Fahrrad und das einefach mal Faulsein. Panda nehme ich natuerlich mit. Hoffentlich regnet es nicht so viel.

Dienstag, 16. Juni 2009

Die Chirugin . Tess Gerritsen . Folge 1 der Jane-Rizzoli-&-Maura-Isles-Serie

Na das ist ja anstrengend.
Aber auch spannend.
Obwohl die brutalen Beschreibungen des Medizinthrillers es mir ganz schoen schwer machen, durchzuhalten. Mit zusammengekniffenen Augen liest es sich so schlecht. Manchmal bin ich nahe dran, das Buch einfach wieder zu zuklappen und wegzulegen. Aber dann treibt mich meine Neugierde erneut dazu, weiter zu lesen. Zugern will ich wissen, ob ich mit meinen Vermutungen zum Taeter Recht habe. Ausserdem hat mir L. das Buch empfohlen und da wollte ich schon wissen, was sie liest, mag und gut findet. ... Ganz schon hart gesotten. Aber sie hat ja schon als Kind die Kruselgeschichten geliebt.

Wahrscheinlich werde ich einen Thriller auch nicht gleich wieder lesen. Das war erst einmal Aufregung genug. Und solche Blutszenen sind auch nichts fuer mich.

Mehr :
- Buch.de - Die Chirugin
- Literaturschock.de Rezension(en)
- Wikipedia . Tess Gerritsen

Sonntag, 14. Juni 2009

Sehnsucht nach Elena . Joel Haahtela

Lesende Tochter ...Foto des Tages: "Lesende ..." by Jana Blavius

Tolles Buch voller Sehnsuechte, kleiner Momente der Traurigkeit, Liebe, Hoffnung und Beruhigung

Jeder Satz ist wie eine Geschichte fuer sich. Ich nehme mir vor, dieses Buch nicht an einem Tag auszulesen, um es zu geniessen, auszukosten, den kleinsten Gedankengaengen kuerzester Formulierungen nachzuhaengen ....


Gedanken beim Lesen:
31.05.2009
Sonnenstrahlen schleichen sich durch's Geaest,
plaetschernd dringt die Msik an mein Ohr,
und aus der Nachbarschaft steigt der Rauch eines Holzkohlefeuers auf ...
Luftblaeschen glaenzengolden am Wasserglasrand.
Langsam und melancholisch geniesse ich meine Wahrnehmungen ... und das Buch!


11.06.2009
Ist der Autor solch eine verlorene Seele?
| Oder kan er sich nur so gut in andere hinein verdenken?
>Zumindest muesste er seine Verlorenheit ziemlich gut reflektieren koennen oder ueberwunden haben, um so gut darueber schreiben zu koennen.

Unter der Sonne . Daniel Kehlmann

Es ist zwar schon ein Weilchen her, dass ich das duenne Buch von Daniel Kehlmann ausgelesen habe, aber ich moechte es dennoch empfehlen. Die Kurzgeschichten in seinem Buch 'Unter der Sonne' sind nachdenkenswert und manchmal ein wenig skuril.
Er schreibt in seinen Erzaehlungen ueber Menschen, die sich einfach gehen lassen oder manchmal sogar ihr Leben aufgeben. Sollte diese Erscheinung gar ein neuer Trend unter den Menschen sein? Das waere traurig. Allerdings kann ich schon sehen, dass immer mehr Menschen in Isolation leben, und dass es dort schnell an Selbst-Motivation fehlen kann. Ich musste nie allein leben, so kann ich mir die Situation des Immer-Wieder-Allein-Aufraffens und der stete Einsamkeit nicht so gut vorstellen.

Aber zurueck zum Buch:
In jeder Geschichte begegne ich Menschen, die auf irgend eine Weise ein schraeges, trauriges, erfolgloses oder gar im Tod endendes Schicksal tragen. Manchmal muss ich aufpassen, dass mich das nicht zu traurig stimmt. Doch ein ausreichender Abstand durch die Bewusstheit, dass ich ja niemals so handeln wuerde, sorgt fuer Aufheiterung.

Gleich bei der ersten Geschichte 'Bankraub' beschreibt Daniel Kehlmann einen Menschen, der seinem Zufallsglueck nicht widerstehen kann. Als er die Zahl auf seinem Bankauszug sieht, gibt es keine Vernunft mehr. Gier uebertrumpft Vernunft und so entlaesst ihn die Geschichte in ein Leben in ...
Wahnsinn! Genauso war es. Zumindest kann ich es mir vorstellen, dass es genauso abgelaufen ist. Langeweile als Antrieb zum 'Toeten'.
Die Erzaehlung 'Unter der Sonne', die dem Buch ihren Titel gab, entfuehrt mich erneut in das Leben eines durchschnittlich-erfolgreichen Menschen, der um Anerkennung kaempft. Doch das scheint heutzutage nicht mit normalen Mitteln zu gelingen. das stetige Schriller-Individueller-Abgehobener-Sein bringt Aufmerksamkeit. Doch der Held der Geschichte ist nur fleissig und normal ... Das kommt mir irgendwie bekannt vor.


Eine tolle Rezesion des Buches und weitere Informationen zum Thema finet man uebrigens hier:
- Zeitzünder in der Couchecke, Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.03.1998, Nr. 65 / Seite 42

- Daniel Kehlmann bei Wikipedia

Sonntag, 17. Mai 2009

Ich und Kaminsky . Daniel Kehlmann

Daniel Kehlmann . Ich und Kaminski . Wieder ein unterhaltsames Buch. Leicht zu lesen . Es macht Spass, den ulkigen Zoelnner zu beobachten und sich ein eigenes Bild vom Menschen Insbesondere zu machen ...

Da ich mir im Moment nicht die Zeit nehmen moechte, es zu kommentieren (lese schon wieder das naechste kehlmann Buch und eins von Cecilia Ahern und ...), empfehle ich das Buch einfach nur und verweise auf gute Ausfuehrungen zum Buch :
- Gustav Mechlenburg . Kunst und Kritik . Rezession
- Dieter Wunderlich